Folienbahnaufwicklung
Folienbahn- aufwicklung

Den aus dem Extruder kommenden Folienschlauch kann man in einem anschließenden Arbeitsgang weiterverarbeiten. Dabei werden die Folienrollen, auf die oft mehrere Kilometer Folie aufgewickelt sind, in sog. Konfektionsmaschinen (auch Beutelschweißmaschinen genannt) eingelegt.

 

Die Folie wird abgewickelt, mit heißen Messern aufgeschnitten und mit Schweißbalken zu den gewünschten Beuteln- oder Sackgrößen geschweißt (die Technik ist im Prinzip die Gleiche wie bei einem im Haushalt verwendeten Folienschweißgerät, mit dem man u.a. Tiefkühlgut einschweißt). Dabei werden in einem Arbeitsgang - je nach Größe des Beutels - nicht nur 1 Beutel, sondern oft 4, 5 oder 6 Beutel hergestellt. Moderne Konfektionsmaschinen schaffen schon 200 und mehr Schweißungen (Takte) in einer Minute, d.h. pro Minute kommen über 1.000 Stück Beutel aus der Konfektionsanlage.

 

Da die Größe des herzustellenden Beutels vor der Fertigung bekannt ist, muß die Breite und die Dicke der Folie bei der Extrusion schon eingestellt werden. Werden die geforderten Formate bei der Herstellung der Folie nicht eingehalten, kann man nicht mehr das gewünschte Beutelformat herstellen.

Die Folie muß recycelt werden.

 

Soll eine bedruckte Ware hergestellt werden, wird die Folie nach der Extrusion in einem zusätzlichen Arbeitsgang bedruckt. Dabei wird die Folienrolle von einer Druckmaschine abgewickelt und läuft an mehreren sich drehenden (rotierenden) Druckstempeln vorbei. Auf den Druckstempeln wird vorher ein in eine Gummiplatte gedrücktes Negativ des zu druckenden Bildes befestigt. Jeder Druckstempel bringt eine andere Farbe auf die Folie. Da die Druckmaschine so eingestellt ist, daß jeder Druckstempel in den Druck des vorhergehenden Druckstempels druckt, bildet sich letztlich so das zu druckende Motiv. Nach jedem Schritt ist das Endmotiv deutlicher zu erkennen, bis wir schließlich das gewünschte Bild sehen.

 

Die Folie wird auf der anderen Seite der Druckmaschine wieder aufgewickelt und kommt anschließend, wie oben beschrieben, auf die Konfektionsmaschine.

Hier muß man die Anlage dann so einstellen, daß das Motiv immer in der Mitte des Beutel bzw. der Tragetasche erscheint und nicht eine Tragetasche hergestellt wird, die am oberen und unteren Rand je ein halbes Bild zeigt und in der Mitte weiß ist. Das würden unsere Kunden nicht wollen.

 

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